Energie-Atlas Bayern: Strom, Speicher und Erdwärme im Landkreis Landsberg entdecken

Energie-Atlas Bayern mit Themenmenü und Anlagenkarte rund um Landsberg am Lech, Fuchstal und den Ammersee.
Screenshot: Energie-Atlas Bayern, 31.10.2026. Daten: Bayerisches Landesamt für Umwelt. Basiskarte: Bayerische Vermessungsverwaltung; Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (2022).

Kartenansicht vergrößern

Wie viel Strom liefern Wasserkraft, Sonne und Wind in unserer Gemeinde? Wie groß sind die örtlichen Batteriespeicher? Und eignet sich das eigene Grundstück für Erdwärme? Im Energie-Atlas Bayern lassen sich solche Fragen auf der Karte erkunden. Für den Landkreis Landsberg am Lech lohnt sich dabei besonders der Blick auf den Strommix: Die Kraftwerke am Lech prägen die Bilanz vieler Gemeinden.

Woher der erneuerbare Strom kommt

Landkreis Landsberg am Lech · Strombilanz 2024

Im Atlas erfasster erneuerbarer Strom1,05 Mio.

Megawattstunden im Jahr 2024, gerundet

Rechnerische Jahresquote184 %

Erneuerbarer Strom im Verhältnis zum berechneten Stromverbrauch

Gemeinden im Landkreis15 von 31

erreichen rechnerisch mindestens 100 Prozent

Eine Megawattstunde entspricht 1.000 Kilowattstunden. Knapp zwei Drittel der ausgewiesenen Strommenge stammen aus Wasserkraft. Photovoltaik steuert 22,8 Prozent bei, Biomasse 7,7 Prozent und Windenergie 4,8 Prozent.

Wie unterschiedlich der örtliche Mix ausfällt, zeigt Fuchstal. Dort stehen 2024 rund 47.300 Megawattstunden Wasserkraft und 45.400 Megawattstunden Windstrom nahezu gleichauf. Hinzu kommen etwa 11.200 Megawattstunden Solarstrom und 5.700 Megawattstunden aus Biomasse. In Scheuring dominiert dagegen die Wasserkraft: Sie macht 95,6 Prozent der im Atlas erfassten erneuerbaren Strommenge aus.

Die Kreisdiagramme fassen jeweils eine Gemeinde zusammen. Ihr Mittelpunkt markiert deshalb keinen Kraftwerksstandort. Wer einzelne Anlagen in der Umgebung entdecken möchte, findet dafür auch unsere LENA-Energiekarte.

Warum auf der Karte mehr als 100 Prozent stehen können

Der Energie-Atlas setzt die erneuerbare Strommenge ins Verhältnis zum örtlichen Stromverbrauch. Die Quote vergleicht die Mengen eines ganzen Jahres.

Auch die Zahlenbasis verdient einen Blick: Der Verbrauch wird aus statistischen Daten berechnet. Bei der Erzeugung führt der Atlas Meldungen zusammen und ergänzt fehlende Strommengen durch Berechnungen. Die Detailauskunft nennt bei Photovoltaik, Wind und Biomasse EEG-Meldungen zur Netzeinspeisung. Solarstrom, der unmittelbar im Gebäude verbraucht wird, ist damit nicht vollständig abgebildet. Die Karten eignen sich gut, um die regionale Erzeugungsstruktur zu verstehen. Für ein Klimaschutzranking der Gemeinden wäre die Stromquote allein zu wenig.

Wie viel Strom die Speicher aufnehmen können

Die Speicherstatistik beantwortet eine andere Frage: Wie viel elektrische Energie können die registrierten Speicher aufnehmen?

Landkreis Landsberg am Lech · Speicherbestand am 1. Januar 2026

Registrierter Bestand6.234

Stromspeicher im Landkreis

Nutzbare Speicherkapazität59,4 MWh

Energievorrat bei gefüllten Speichern

Davon entfallen 56,2 Megawattstunden auf die Größenklasse der Heimspeicher. Der Atlas zählt hierzu Batteriespeicher mit weniger als 30 Kilowattstunden Kapazität und weniger als 30 Kilowatt Leistung. Die Bezeichnung beschreibt also die Größe der Anlage.

Die eigene Gemeinde im Atlas untersuchen

Für einen ersten Vergleich helfen drei Themen: Strom aus erneuerbaren Energien nach Energieträger, Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch und Stromspeicher – Installierte Kapazität. Die Karten gibt es sowohl für Gemeinden als auch für Landkreise.

  1. Öffnen Sie den Kartenviewer und suchen Sie Ihre Gemeinde.
  2. Wählen Sie das gewünschte Kartenthema auf Gemeindeebene und vergrößern Sie den Ausschnitt so, dass sich die Gemeinden gut unterscheiden lassen.
  3. Rufen Sie die Detailauskunft auf und prüfen Sie den angezeigten Gemeindenamen. Bei einem großen Kartenausschnitt können auch benachbarte Gemeinden getroffen werden.
  4. Lesen Sie die Angaben zu Datenstand und Methodik in der Themeninformation. Die Strombilanz bezieht sich hier auf 2024, der Speicherbestand auf den 1. Januar 2026.

Wer mit den Zahlen weiterarbeiten möchte, kann die Daten-Recherche und den Download nutzen. Dort lassen sich Themen und Gebiete auswählen und Ergebnisse unter anderem als CSV- oder Excel-Datei exportieren. Das ist beispielsweise für eine Gemeinderatssitzung oder die Arbeit einer örtlichen Energieinitiative hilfreich.

Erdwärme und Windpotenziale erkunden

Über die Stromstatistik hinaus bietet das bayerische Kartenangebot auch Orientierung für künftige Vorhaben. Für Hauseigentümer ist die Standortauskunft zur oberflächennahen Geothermie interessant. Sie ist im UmweltAtlas verfügbar und liefert eine erste Einschätzung zur Eignung eines Grundstücks für Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder eine Grundwasserwärmepumpe. Die Auskunft lässt sich als PDF mit geologischen und hydrogeologischen Informationen abrufen. Eine konkrete Anlagenplanung und Genehmigung ersetzt sie nicht.

Der Bayerische Windatlas zeigt unter anderem Windgeschwindigkeiten und mögliche Erträge in unterschiedlichen Höhen. Die Karten helfen dabei, die Standortwahl von Windprojekten nachzuvollziehen. Eine Potenzialkarte sagt allerdings noch nicht, ob an einer Stelle ein Projekt geplant oder genehmigt ist.

Örtliche Projekte, Solarzahlen und Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden Sie ergänzend in unseren Steckbriefen der 31 Gemeinden.

Quellen

Stromdaten: Kalenderjahr 2024, laut Atlas aktualisiert im Februar 2026. Speicherbestand: 01.01.2026. Quellenprüfung: 01.11.2026. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, CC BY 4.0. Auswahl, Auswertung und gerundete Darstellung: LENA.