Elektromobilität im Landkreis Landsberg am Lech · Preisprüfung: 31. Oktober 2026

Was kostet es, im Landkreis Landsberg ein E-Auto zu laden?

Beim Einkaufen, an der Schnellladesäule oder zu Hause: Der Ladeort und der gewählte Tarif machen einen deutlichen Unterschied. Öffentliches AC-Laden ist bei den hier verglichenen Angeboten ab 29 Cent je Kilowattstunde möglich, DC-Laden ab 44 Cent. Wer eigenen Solarstrom direkt ins Auto lädt, kommt bei den Stromkosten häufig günstiger weg.

Diese Übersicht zeigt günstige belegte Angebote ohne kostenpflichtiges Abo. Kostenlose Apps und Nutzerkonten sind einbezogen. Sie ist eine Auswahl, keine vollständige Rangliste aller Ladepunkte und Ladetarife im Landkreis.

Öffentlich AC laden

29 ct/kWh

V-Markt Landsberg mit Virta oder Lidl Kaufering mit Lidl Plus / Lidl Pay.

Günstigster AC-Preis in dieser Auswahl · Preisstand 31.10.2026 · Zugangszeiten beachten.

Öffentlich DC laden

44 ct/kWh

Lidl Kaufering mit Lidl Plus und eingerichtetem Lidl Pay.

Günstigster DC-Preis in dieser Auswahl · Preisstand 31.10.2026 · während der Filialöffnungszeiten.

Eigener Solarstrom

10–15 ct/kWh

Ungefähre Erzeugungskosten bei einer PV-Anlage mit 5–10 kWp.

Orientierung der Verbraucherzentrale, kein Ladetarif. Direkt geladen; ohne Wallbox und zusätzlichen Speicher.

Kosten für 100 Kilometer · Öffentlich laden · Stromtarif zu Hause · Eigene Solaranlage · AC und DC erklärt

So groß ist der Preisunterschied

Für den Vergleich rechnen wir mit 20 kWh bezogenem Strom je 100 Kilometer einschließlich Ladeverlusten. Das ist eine einheitliche Rechenannahme; der tatsächliche Verbrauch hängt unter anderem von Fahrzeug, Wetter und Fahrweise ab.

Alle sechs Kostenbeispiele je 100 Kilometer vergleichen
Stromkosten für 100 Kilometer – Rechenbeispiel
Ladeart und BeispielStrompreisKosten je 100 km
Eigener PV-Strom, direkt geladenca. 10–15 ct/kWhca. 2,00–3,00 €
Haushaltsstrom, angenommener Arbeitspreis30 ct/kWh6,00 €
Öffentliches AC-Laden, V-Markt / Lidl29 ct/kWh5,80 €
Öffentliches DC-Laden, Lidl44 ct/kWh8,80 €
Öffentliches DC-Laden, PRÄG55 ct/kWh11,00 €
EnBW-Schnellladen, Tarif S im eigenen Netz56 ct/kWh11,20 €

Berechnung: 20 kWh × Strompreis. Öffentliche Preise einschließlich Mehrwertsteuer, ohne etwaige Park- und Standzeitgebühren. Beim Haushaltstarif sind Grund- und Zählerkosten nicht eingerechnet. PV-Werte beschreiben Erzeugungskosten der Anlage; Wallbox und zusätzlicher Batteriespeicher sind nicht enthalten. Quellen und Tarifbedingungen stehen in den folgenden Abschnitten.

Wo kann man im Landkreis günstig öffentlich laden?

Unter den unten belegten Angeboten sind V-Markt in Landsberg und Lidl in Kaufering beim AC-Laden mit 29 ct/kWh am günstigsten. Für DC-Laden liegt Lidl in Kaufering mit 44 ct/kWh vorn. Entscheidend ist der angegebene Zahlungsweg: Dieselbe Säule kann mit einer fremden Ladekarte deutlich mehr kosten.

Ausgewählte öffentliche Angebote ohne monatliche Tarifgebühr
StandortPreis und LadeartSo gilt der Preis
V-Markt Landsberg
Max-von-Eyth-Straße 4
29 ct/kWh AC
bis 22 kW
Über Virta-App oder Virta-Ladekarte; kostenloses Konto. Zugangszeiten am Markt beachten. V-Markt: Ladetarif
Lidl Kaufering
Kolpingstraße 10
29 ct/kWh AC, bis 11 kW
44 ct/kWh DC, bis 60 kW
Über Lidl Plus mit eingerichtetem Lidl Pay. Laden während der Filialöffnungszeiten. Der gesonderte Lidl-HPC-Preis beträgt 47 ct/kWh. Lidl: Preise und Nutzung
PRÄG Landsberg
Waldheimer Straße 4
55 ct/kWh DC
bis 50 kW
Mit PRÄG-Ladekarte. An DC-Säulen unter 100 kW fallen zwischen 7 und 20 Uhr nach 120 Minuten 10 ct/min Standzeitgebühr an, höchstens 12 €. PRÄG: Ladetarif und Standzeitgebühren
EnBW Hurlach
Gewerbestraße Nord 19
56 ct/kWh DC/HPC
bis 300 kW
Tarif S über EnBW mobility+ an EnBW-eigenen Ladepunkten. Nach vier Stunden 10 ct/min Blockiergebühr, höchstens 12 €. EnBW: Tarif S

Auch kommunale Ladeangebote können praktisch sein: Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck nennen für das direkte Laden per QR-Code 49 ct/kWh AC, etwa an ihren Ladepunkten in Eresing und Windach. Bei der Energieversorgung Landsberg gelten im eigenen Netz 55 ct/kWh AC über die App und 62 ct/kWh beim Ad-hoc-Laden. Das kann Umwege zu einer günstigeren Säule vermeiden. Preise der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, Preise der Energieversorgung Landsberg.

Vor dem Start den angezeigten Preis, die Zugangszeiten und mögliche Park- oder Standzeitgebühren prüfen. Die genannten Leistungen sind Höchstwerte der Ladepunkte. Welchen Wert das Auto erreicht, hängt auch vom Fahrzeug ab.

Wie viele öffentliche Ladepunkte es vor Ort gibt, zeigen die Gemeindesteckbriefe – einschließlich des Vergleichs je 1.000 Einwohner.

Welcher Stromtarif ist zu Hause am günstigsten?

Einen einheitlichen günstigsten Haushaltstarif für den ganzen Landkreis gibt es nicht: Angebote hängen von Postleitzahl, Jahresverbrauch, Messausstattung und Ladeverhalten ab. Für den Vergleich zählt der jährliche Gesamtpreis aus Arbeitspreis, Grundpreis und gegebenenfalls zusätzlichen Zählerkosten. Ein einmaliger Wechselbonus sollte getrennt vom dauerhaft zu erwartenden Preis betrachtet werden. Verbraucherzentrale: Stromtarife vergleichen.

Ein Beispiel für die Verbrauchsangabe: Ein Haushalt mit 3.500 kWh bisherigem Jahresverbrauch und einem E-Auto mit 15.000 Kilometern im Jahr benötigt bei unserer Annahme weitere 3.000 kWh Ladestrom. Ohne eigene Stromerzeugung wären das zusammen 6.500 kWh. Mit PV zählt nur der tatsächlich aus dem Netz bezogene Anteil.

Autostrom mit Ladebonus

Ein konkretes Angebot ist Intelligent Octopus: Der Anbieter nennt einen Bonus von 12 ct je intelligent geladener Kilowattstunde für das E-Auto mit aktivem Smart Meter. Voraussetzung sind unter anderem ein kompatibles Fahrzeug beziehungsweise eine unterstützte Wallbox und die Steuerung über SmartConnect. Der reguläre Arbeitspreis ist vom individuellen Angebot abhängig.

Bei einem angenommenen Arbeitspreis von 30 ct/kWh würden nach 12 ct Ladebonus rechnerisch 18 ct/kWh für die qualifizierte Ladung bleiben. Das entspräche 3,60 € Stromkosten je 100 Kilometer. Die 18 ct sind eine Beispielrechnung, kein bestätigtes Tarifangebot für den Landkreis. Der Bonus gilt nicht pauschal für den gesamten Haushaltsverbrauch.

Dynamischer Tarif: günstig laden, wenn der Strompreis sinkt

Bei dynamischen Tarifen ändert sich der Arbeitspreis mit dem Börsenpreis. Wer sein Auto zeitlich flexibel laden kann, kann günstige Zeitfenster nutzen; teure Zeitfenster sind ebenso möglich. Für die zeitgenaue Abrechnung wird ein intelligentes Messsystem benötigt. Zum Börsenpreis kommen weitere Preisbestandteile: Ein negativer Börsenpreis bedeutet deshalb nicht automatisch kostenloses Laden. Verbraucherzentrale: dynamische Stromtarife.

Für einen belastbaren Vergleich sollten ein normaler Festpreistarif, ein Angebot mit Ladebonus und ein dynamischer Tarif mit demselben Verbrauch und denselben Zählerkosten gerechnet werden. Bei einem bestehenden gemeinsamen Haushaltszähler verändert das Auto vor allem die verbrauchsabhängigen Kosten; bei einer zusätzlichen Messstelle kommen deren Kosten hinzu.

Was kostet Laden mit der eigenen Solaranlage?

Die Verbraucherzentrale nennt für Strom aus einer PV-Anlage mit 5 bis 10 kWp ungefähr 10 bis 15 ct/kWh Erzeugungskosten. Dieser Orientierungswert verteilt die Anlagenkosten auf die erzeugte Strommenge. Er ist kein gemessener Durchschnitt für Landsberg. Direktes Laden bei Sonnenschein nutzt den Solarstrom ohne den Umweg über einen Hausspeicher. Verbraucherzentrale: Photovoltaik planen und nutzen.

Bei einer bereits vorhandenen Anlage ist für die einzelne Ladeentscheidung zusätzlich interessant, welche Einspeisevergütung für die selbst genutzte Kilowattstunde entfällt. Das ist eine andere Betrachtung als die Erzeugungskosten über die Lebensdauer; beide Werte werden nicht einfach addiert. Für Strom, der erst durch einen Hausspeicher fließt, kommen Speicherverluste und die Kosten des Speichers hinzu. Verbraucherzentrale: Batteriespeicher und Wirtschaftlichkeit.

Beispiel: halb Solarstrom, halb Netzstrom

Bei 50 Prozent PV-Strom zu angenommenen 12 ct/kWh und 50 Prozent Netzstrom zu angenommenen 30 ct/kWh ergibt sich ein gemischter Strompreis von 21 ct/kWh. Mit 20 kWh je 100 Kilometer sind das 4,20 € je 100 Kilometer. Wallbox, Speicher und fixe Tarifkosten sind darin nicht enthalten.

Wie viel Solarstrom tatsächlich ins Auto gelangt, hängt vor allem davon ab, ob das Fahrzeug tagsüber zu Hause steht, wie groß die Anlage ist und wie viel Strom Haushalt und andere Geräte gleichzeitig benötigen. Im Winter und bei längeren Fahrten bleibt der Netzbezug wichtig.

AC und DC: Was ist der Unterschied?

AC: Wechselstrom

Beim AC-Laden wandelt das Ladegerät im Auto den Wechselstrom in Gleichstrom für die Batterie um. Das ist die übliche Technik an der heimischen Wallbox und an vielen öffentlichen Ladepunkten. Häufig sind 11 oder 22 kW möglich. Kann das Auto nur 11 kW AC aufnehmen, lädt es auch an einer 22-kW-Säule höchstens mit 11 kW.

DC: Gleichstrom

Beim DC-Laden übernimmt die Ladesäule die Umwandlung und liefert Gleichstrom an die Fahrzeugbatterie. Damit sind höhere Ladeleistungen möglich. Besonders leistungsfähige DC-Säulen werden als HPC bezeichnet. Die tatsächlich erreichte Leistung hängt unter anderem von Fahrzeug, Batterietemperatur und Ladezustand ab.

AC passt gut zu längeren Aufenthalten oder zum Laden über Nacht. DC ist besonders auf längeren Fahrten und bei kurzen Stopps hilfreich. Welche Ladeart günstiger ist, entscheidet der Tarif – die Technik allein legt den Preis nicht fest. ADAC: Fragen zum Laden von Elektroautos.

Mehr zur Energie vor Ort