FirstAttribute in Hofstetten: Auszeichnung für betrieblichen Umweltschutz

Photovoltaik auf dem Dach, elektrisch betriebene Firmenautos und naturnah gestaltete Außenflächen: Bei der FirstAttribute AG in Hofstetten greifen mehrere Maßnahmen des betrieblichen Umweltschutzes ineinander. Das Cloud- und Softwareunternehmen wurde im Umwelt- und Klimapakt Bayern ausgezeichnet. Der Landkreis Landsberg am Lech berichtete am 13. Februar 2026 über die Urkundenübergabe durch Landrat Thomas Eichinger.

Die Mitteilung des Landkreises ergänzt den Unternehmensbericht vom 5. September 2025. Darin hatte FirstAttribute seine Teilnahme und die Umweltmaßnahmen bereits vor der Urkundenübergabe vorgestellt.

Solarstrom und Mobilität gemeinsam betrachten

Der Landkreis beschreibt den Hofstettener Firmenstandort als Holzbau mit Photovoltaikanlage. FirstAttribute ergänzt, dass nahezu alle Firmenfahrzeuge elektrisch unterwegs seien und mit selbst erzeugtem Strom geladen würden. Damit werden Gebäude und Fuhrpark im betrieblichen Energiekonzept miteinander verbunden.

Für die Praxis ist dieser Zusammenhang interessant: Wenn Fahrzeuge während sonniger Stunden am Betrieb stehen, können Stromerzeugung und Ladebedarf zeitlich zusammenpassen. Wie viel eigener Solarstrom tatsächlich im Fuhrpark landet, hängt unter anderem von Standzeiten, Fahrleistung und Ladesteuerung ab.

Auch die Organisation der Arbeit gehört zum beschriebenen Ansatz. FirstAttribute nennt digitale Kommunikation und Homeoffice sowie Firmenräder und Fahrgemeinschaften. Damit reicht das Mobilitätskonzept über den Austausch des Fahrzeugantriebs hinaus und bezieht Arbeitswege und die Vermeidung einzelner Fahrten ein.

Was auf dem Firmengelände wächst

Nach eigenen Angaben verwendet das Unternehmen heimische Wildblumen, Stauden und Sträucher auf seinen Grünflächen. Nistkästen sollen zusätzliche Lebensräume für Vögel schaffen. Außerdem beschreibt FirstAttribute eine Pflanzinitiative: Für jeden neuen Kunden werde ein Strauch, eine Blume oder ein Baum gepflanzt.

Hinzu kommen Mülltrennung und Kompostierung; der entstehende Kompost wird nach Unternehmensangaben für die eigenen Grünflächen genutzt. So verknüpft der Betrieb die Pflege seines Gartens mit dem Umgang mit organischen Reststoffen. Die Maßnahmen werden laut Bericht fortlaufend überprüft und weiterentwickelt.

Was andere Betriebe daraus mitnehmen können

Das Beispiel zeigt mehrere Ansatzpunkte, die sich auch bei kleineren Büro- und Dienstleistungsbetrieben prüfen lassen: Welche Dachflächen sind nutzbar? Wann stehen die Firmenfahrzeuge am Standort? Welche Wege lassen sich gemeinsam, mit dem Rad oder durch digitale Zusammenarbeit organisieren? Und wie werden die vorhandenen Außenflächen gepflegt?

Ein sinnvoller nächster Schritt ist, diese Fragen mit eigenen Betriebsdaten zu verbinden. Stromrechnungen, Ladevorgänge, Fahrleistungen und ein Pflegeplan für die Grünflächen helfen dabei, Maßnahmen zu priorisieren und ihre Entwicklung später zu beurteilen. Die konkrete Übertragbarkeit hängt vom jeweiligen Gebäude und Arbeitsalltag ab.

Wie die Auszeichnung einzuordnen ist

Der Umwelt- und Klimapakt erkennt freiwillige betriebliche Umweltleistungen an. Teilnahme, Kriterien und Antragsweg erläutert unser Leitfaden zum Umwelt- und Klimapakt Bayern.

Weiterlesen im Landkreis

Hofstetten: Energie und Klimaschutz vor Ort bündelt weitere örtliche Themen. Ein anderes Organisationsmodell für Solarstrom zeigt die Bürgersolaranlage auf der Schondorfer Turnhalle. Zur kommunalen Begrünung gibt es das Beispiel Klimaschutzwald Kaufering.

Quellen und Stand

Landkreis Landsberg am Lech: Auszeichnung, 13.02.2026 · FirstAttribute: Maßnahmen und Teilnahme, 05.09.2025 · Offizielle Teilnahmebedingungen des Umwelt- und Klimapakts. Die zusätzlichen Angaben zu Fuhrpark, Pflanzinitiative und Kompostierung stammen aus der Selbstdarstellung des Unternehmens.

Zeitliche Einordnung: Anlass: Landkreis-Mitteilung vom 13.02.2026. Quellenstand: 31.10.2026.