Bürgerwind Fuchstal Gemeindewald: drei Anlagen mit 16,68 MW

Seit April 2024 sind laut Betreiber alle drei Windenergieanlagen der Bürgerwind Fuchstal Gemeindewald GmbH & Co. KG in Betrieb. Zusammen haben sie 16,68 MW Leistung. Das Vorhaben ist eine zweite Ausbaustufe neben den vier älteren Fuchstaler Windrädern und verbindet Stromerzeugung mit Forschung zur bedarfsgerechten Abschaltung für den Vogelschutz.
Drei große Anlagen südlich von Leeder
Die Anlagen vom Typ Enercon E160 EP5 E3 stehen rund fünf Kilometer südlich von Leeder im Denklinger Rotwald innerhalb des Fuchstaler Gemeindegebiets. Der Abstand zu den vier älteren Anlagen beträgt nach Betreiberangaben etwa 1,2 Kilometer. Die Genehmigung wurde am 31. März 2022 erteilt.
Jede Anlage hat 5,56 MW Nennleistung. Der Rotordurchmesser beträgt 160 Meter, die Nabenhöhe 166,6 Meter und die Gesamthöhe 246,6 Meter. Als jährlichen Parkertrag nennt die Betreiberseite eine Prognose von 24.062.000 kWh, also rund 24,1 Millionen kWh.
Was die Vogelschutzforschung untersucht
Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf untersucht kameragestützte Verfahren zur Erkennung kollisionsgefährdeter Vögel. Die Projektlaufzeit reicht vom 15. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2026. Ein Schwerpunkt liegt auf Rot- und Schwarzmilanen.
Geprüft werden unter anderem Erfassungsreichweite, zeitliche und räumliche Abdeckung sowie die Zuverlässigkeit der Erkennung. Dafür werden Kameradaten mit ornithologischen Beobachtungen verglichen. Zusätzlich untersucht das Team, ob notwendige Abschaltungen rechtzeitig ausgelöst werden und wie häufig unnötige Abschaltsignale auftreten. Auf der Hochschulseite sind Zwischenberichte verlinkt.
Der Ansatz soll Schutzmaßnahmen gezielter machen: Eine Anlage soll bei einem relevanten Anflug reagieren können. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob eine Kamera einen Vogel sieht, sondern ob Erkennung und Reaktion zusammen zuverlässig funktionieren.
Bürgerenergie und regionaler Vergleich
Die auf der Betreiberplattform beschriebene Einwerbung für Kommanditbeteiligungen ist abgeschlossen.
Für die Region lohnt der Vergleich mit Uttings Vorgehen zur Windenergie: Dort dokumentiert der Gemeinderatsbeschluss zunächst Auswahlverfahren und Beteiligungsziele. Fuchstal zeigt dagegen bereits betriebene Anlagen mit konkreten technischen Daten und begleitendem Forschungsprogramm.
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Quellen
HSWT: Untersuchung kameragestützter Vogelerkennung und Abschaltung
Datierung: Alle drei Anlagen laut Betreiber seit April 2024 in Betrieb; Monatserster als technischer Sortierwert, kein belegter exakter Starttag. Quellenstand: 31.10.2026.



