Egling an der Paar: Solarstrom von der ehemaligen Deponie

Wappen der Gemeinde Egling a. d. Paar

In Egling an der Paar erzeugt eine gemeindeeigene Photovoltaikanlage auf einer ehemaligen Deponie Strom. Der Landkreis stellt die Nachnutzung als örtliches Klimaschutzbeispiel vor. Die Anlage verbindet damit kommunale Stromerzeugung mit einer Fläche, die bereits zuvor genutzt wurde.

Was auf der früheren Deponie installiert ist

Das Marktstammdatenregister führt die Einheit „Photovoltaik Egling a.d. Paar“ unter SEE986821249302. Als Betreiber ist die Gemeinde Egling a.d.Paar eingetragen, als erstmalige Inbetriebnahme der 30. Mai 2018. Beim Quellenabruf am 31. Oktober 2026 ist die Einheit als „In Betrieb“ ausgewiesen.

Die registrierte Modulleistung beträgt 726,57 kWp, die zugeordnete Wechselrichterleistung 594 kW. Die Module sind nach Süden ausgerichtet; das Register nennt eine Neigung zwischen 5 und 20 Grad. Als beanspruchte Fläche sind 0,9522 Hektar eingetragen, also rund 9.522 Quadratmeter. Die frühere Nutzung wird als Halde, die Fläche zusätzlich als Konversionsfläche beschrieben.

Wie der Strom genutzt wird

Im Register ist Volleinspeisung angegeben. Der erzeugte Strom wird damit im dort dokumentierten Anlagenkonzept ins Netz eingespeist. Als Anschlussnetzbetreiber ist LEW Verteilnetz genannt.

Die beiden Leistungswerte beschreiben unterschiedliche Teile des Systems: kWp steht bei den Modulen für die Nennleistung unter festgelegten Bedingungen. Die Wechselrichter wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Eine Jahresstrommenge wird dagegen in kWh angegeben. Aus der installierten Leistung allein lässt sich die tatsächliche Produktion eines Jahres nicht ablesen.

Was an diesem Standort übertragbar ist

Für andere Gemeinden ist vor allem die Verbindung von Flächennachnutzung und eigener Betreiberrolle interessant. Eine erste Projektfrage wäre, welche vorbelasteten Flächen überhaupt verfügbar sind; anschließend müssten Eignung, Netzanschluss und Betrieb gesondert untersucht werden.

Ein vergleichbarer Ansatz findet sich beim Rotter Solarpark an der Reichlinger Straße. Den anderen Weg, Solarstrom direkt an einem kommunalen Gebäude zu nutzen, zeigt das Feuerwehrgerätehaus in Walleshausen.

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Quellen

Landkreis: Egling

MaStR: kommunale PV-Anlage

Datierung: Inbetriebnahmedatum 30.05.2018 laut Marktstammdatenregister. Quellenstand: 31.10.2026.