Dach begrünen: Möglichkeiten und Grenzen

Auf Garagen, Wohnhäusern und Gewerbebauten können begrünte Dächer zusätzliche Vegetationsflächen schaffen. Sie halten einen Teil des Regenwassers zurück und geben Feuchtigkeit durch Verdunstung wieder ab. Wie viel ein Dach leisten kann, hängt unter anderem von Aufbau, Pflanzen und Wetter ab.
Mit dem Gründachkataster beginnen
Das Gründachkataster des Landkreises Landsberg bietet eine erste Orientierung zum eigenen Dach. Ein Karteneintrag ist jedoch keine bautechnische Freigabe. Vor der Umsetzung sind insbesondere Tragfähigkeit, Abdichtung, Dachneigung und Entwässerung zu prüfen.
Auch ein pflegearmes Dach braucht Planung
Extensive Begrünungen kommen mit einer vergleichsweise niedrigen Substratschicht und angepassten Pflanzen aus. Trotzdem entstehen zusätzliche Lasten – auch durch gespeichertes Wasser. Dachabläufe müssen erreichbar und frei bleiben; die Vegetation benötigt regelmäßige Kontrolle und Pflege.
Das Merkblatt zur extensiven Dachbegrünung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau erläutert Aufbau und Anforderungen. Für ein bestehendes Gebäude sollte ein Fachbetrieb gemeinsam mit der Tragwerksplanung beurteilen, was möglich ist.
Begrünung und Solarstrom zusammendenken
Photovoltaik und Dachbegrünung können auf geeigneten Dächern kombiniert werden. Aufständerung, Abstand zur Vegetation, Verschattung, Pflegewege und die gesamte Dachlast müssen zusammen geplant werden. Ein pauschaler Mehrertrag lässt sich daraus nicht ableiten.
Zum Einstieg helfen unser Beitrag zum Solarkataster und die Hinweise zu sommerlichem Hitzeschutz. Weitere Hintergründe zur Klimaanpassung bietet der Leitfaden des Umweltbundesamts.


