Stromfresser erkennen: Verbrauch messen und Standby vermeiden

Arbeitsplatz mit ausgeschaltetem Bildschirm und schaltbarer Steckdosenleiste
KI-generiertes Symbolbild

Wo lässt sich Strom sparen? Am besten dort, wo Geräte unnötig laufen oder besonders viel verbrauchen. Eine Bestandsaufnahme hilft zu Hause ebenso wie im kleinen Büro: Erst messen, dann gezielt etwas ändern.

Den eigenen Verbrauch sichtbar machen

Notieren Sie regelmäßig den Stromzählerstand und den Zeitraum dazwischen. Halten Sie fest, ob etwa ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder elektrische Warmwasserbereitung mitversorgt wird. Solche Unterschiede sind entscheidend, wenn Sie Ihren Verbrauch mit anderen Haushalten vergleichen.

Ein Steckdosen-Strommessgerät zeigt den Verbrauch einzelner geeigneter Geräte. Prüfen Sie vorher die zulässige Leistung und die Bedienungsanleitung. Bei Kühlschränken ist eine Messung über mehrere typische Tage aussagekräftiger als ein kurzer Blick auf die momentane Leistung. Fest angeschlossene Anlagen gehören in die Hände eines Fachbetriebs.

Kilowattstunden statt nur Watt vergleichen

Watt beschreibt die momentane Leistung, Kilowattstunden den Verbrauch über eine Zeit. Ein kleines Gerät kann durch langen Betrieb mehr verbrauchen als ein leistungsstarkes Gerät, das nur kurz läuft.

Ein Rechenbeispiel: 10 Watt über 24 Stunden an 365 Tagen ergeben 87,6 Kilowattstunden. Bei einem angenommenen Arbeitspreis von 30 Cent je Kilowattstunde wären das rund 26 Euro im Jahr. Das ist eine Beispielrechnung, kein pauschales Einsparversprechen.

Unnötige Betriebszeiten vermeiden

Prüfen Sie Energiesparmodi und schalten Sie ungenutzte Geräte aus, soweit der Hersteller dies vorsieht. Eine schaltbare Steckdosenleiste kann mehrere geeignete Büro- oder Unterhaltungsgeräte gemeinsam vom Netz trennen. Geräte mit notwendigen Dauerfunktionen oder Nachlaufprozessen dürfen nicht pauschal abgeschaltet werden.

Weitere Orientierung bietet die Verbraucherzentrale zum Finden von Stromfressern. Für einen notwendigen Neukauf hilft unser Beitrag Energielabel und Gerätevergleich.

Aus den bisherigen LENA-Inhalten zum Energiesparen übernommen und am 26. Oktober 2026 fachlich überarbeitet. Die Vortragsfolien „Clever Energiekosten sparen“ (Stand Januar 2026, PDF) enthalten weitere Beispiele; damalige Preis- und Produktangaben sind keine aktuellen Angebote.