Fuchstal leuchtet: Wie erneuerbare Energien ein Inselnetz versorgen können

Was passiert, wenn die Verbindung zum überregionalen Stromnetz ausfällt? Im Forschungsprojekt „Fuchstal leuchtet“ untersuchen Gemeinde, Hochschulen und Netzbetreiber, wie sich ein örtliches Stromnetz mit erneuerbaren Energien und Batteriespeichern betreiben lässt. Ein solcher abgetrennter Netzabschnitt wird als Inselnetz bezeichnet.
Erzeugung und Verbrauch müssen zusammenpassen
Die Hochschule München untersucht mit den Projektpartnern, wie der Betrieb stabil bleiben kann. Ohne Unterstützung aus dem übergeordneten Netz müssen Erzeugung und Verbrauch vor Ort im Gleichgewicht bleiben. Dafür werden die Versuche zunächst in einem virtuellen Modell vorbereitet und anschließend mit Messdaten aus dem realen Netz abgeglichen.
Zum Projektteam gehören laut Hochschule München außerdem die Gemeinde Fuchstal, die Technische Hochschule Augsburg, das elenia Institut der Technischen Universität Braunschweig und LEW Verteilnetz. Die Erkenntnisse sollen auch anderen Regionen helfen, ihre Energieversorgung widerstandsfähiger zu gestalten.
Großer Feldversuch am 26. November 2026
Nach Angaben der Gemeinde sollen Leeder und Asch am Donnerstag, 26. November 2026, für den dritten Feldversuch vom öffentlichen Stromnetz getrennt werden. Geprüft wird, ob sich das örtliche Netz mit Windenergie, Freiflächen-Photovoltaik und dem Batteriespeicher des Fuchstaler Energieparks wieder aufbauen und stabil betreiben lässt.
Für die Umschaltungen kündigt die Gemeinde etwa 30 Minuten Stromunterbrechung am Vormittag und rund 15 Minuten am Nachmittag an. Je nach Verlauf sind mehrere kurze Unterbrechungen möglich. Der Bereich des Altenheims und der Mittelschule bleibt versorgt. Aktuelle Hinweise sollten Betroffene direkt bei der Gemeinde verfolgen.
Infoabend am 3. November
Dienstag, 3. November 2026, 20 Uhr · Fuchstalhalle
Die Projektpartner erläutern bei der Bürger-Informationsveranstaltung den geplanten Ablauf und beantworten Fragen. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Gemeinde und der Projektpartner.
Aktuelle Ankündigung der Gemeinde mit Bürgeranschreiben · Forschungshintergrund der Hochschule München
Redaktioneller Stand: 26. Oktober 2026. Der Feldversuch liegt zu diesem Zeitpunkt noch in der Zukunft; Ergebnisse stehen noch aus.



