Solarstrom selbst nutzen: Wann ein Batteriespeicher passt

Wer eine PV-Anlage plant, bekommt häufig gleich einen Batteriespeicher mit angeboten. Bevor Sie sich entscheiden, lohnt sich ein Blick auf den eigenen Tagesablauf: Wann wird Strom erzeugt, wann wird er gebraucht und was lässt sich zeitlich verschieben?

Zuerst den Verbrauch verstehen

Eigenverbrauch beschreibt den Anteil der Solarerzeugung, den Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad beschreibt dagegen, wie viel Ihres Strombedarfs die eigene Anlage deckt. Beide Werte beantworten unterschiedliche Fragen. Lassen Sie deshalb nicht nur eine hohe Prozentzahl nennen, sondern auch die zugehörigen Strommengen.

Ein Speicher ist kein Vorrat für den Winter

Ein Heimspeicher kann tagsüber erzeugten Strom für den Abend oder die Nacht bereithalten. Er ersetzt keine saisonale Speicherung vom Sommer bis zum Winter. Zu große Speicher verursachen zusätzliche Kosten, ohne den nutzbaren Solarstrom entsprechend zu erhöhen. Die Auslegung sollte zur PV-Erzeugung und zum Verbrauch passen.

Angebote mit und ohne Speicher vergleichen

Unsere Empfehlung: Bitten Sie um zwei getrennte Berechnungen. Welche Kosten entstehen allein für die PV-Anlage, welche zusätzlich für Speicher und Installation? Wie viel Netzbezug entfällt jeweils? Lassen Sie Speicherverluste und mögliche spätere Ersatzkosten benennen. Prüfen Sie außerdem, ob sich der Bedarf durch ein geplantes Elektroauto oder eine Wärmepumpe ändern wird.

Ersatzstrom ausdrücklich vereinbaren

Nicht jeder Speicher versorgt das Haus bei Netzausfall. Not- und Ersatzstromfunktionen unterscheiden sich im Umfang. Fragen Sie konkret, welche Geräte weiterlaufen können, ob automatisch umgeschaltet wird und welche zusätzliche Installation erforderlich ist.

Quelle: Verbraucherzentrale: Batteriespeicher für Photovoltaik.

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